gaense2

Unser Immunsystem

Unser Immunsystem

- Wissenswertes zu unserem Immunsystem -
- Methoden zur Stärkung des Immunsystems in der Naturheilkunde -

Tagtäglich sind wir Millionen von Bakterien, Pilzen Viren und Fremdstoffen wie Pollen und Tierhaaren ausgesetzt. Dennoch werden wir verhältnismäßig selten krank – unser Immunsystem schützt uns 24 Stunden am Tag,  7 Tage die Woche mit einem hochdifferenzierten Schutzsystem vor Infektionen.
Ist das Immunsystem nicht intakt, können schwere Erkrankungen auftreten.

Die Leistung des Immunsystems besteht darin, Schutz gegen Angriffe von außen – als Beispiel: Krankheitserreger – aber auch gegen Angriffe von innen – als Beispiel: Tumorzellen – zu gewährleisten. Dabei unterscheidet das Immunsystem zwischen „eigen“ und „fremd“. Fremdstoffe und Pathogene werden effektiv bekämpft und es wir ein Schutz gegen eine erneute Infektion aufgebaut. Das menschliche Immunsystem ist nicht auf ein Organ beschränkt, sondern umfasst Zellen und Organe sowie das Blut- und Lymphsystem als Transportwege für die Immunzellen und deren Botenstoffe. Eine der ersten Schutzbarrieren für potenzielle Krankheitserreger ist unsere Haut. Gemeinsam mit unseren Schleimhäuten in Nase, Mund und Magen-Darm-Trakt bildet sie einen wichtigen Schutzwall. Falls Keime diese Barriere überwinden, kümmern sich eine Reihe von Immunzellen, weiße Blutkörperchen (Leukozyten), um deren Bekämpfung.

Die angeborene Immunantwort
Die angeborene oder adaptive Immunantwort ist die erste und äußerst effektive Abwehrreaktion des Körpers, die Infektionen unter Kontrolle hält oder sogar beseitigt. Sie schützt uns von Geburt an vor Keimen und Fremdkörpern. Dabei erkennt die angeborene immunantwort Krankheitserreger nicht spezifisch, sie verhindert jedoch die Entstehung eines Infektionsherdes oder dämmt dessen Verbreitung ein. Zu den Zellen, die an der nicht adaptiven Immunantwort beteiligt sind, gehören Makrophagen, neutrophile Granulozyten und dendrititsche Zellen als lokale Abwehrzellen sowie natürliche Killerzellen.

Die erworbene Immunantwort
Die angeborene Immunantwort arbeitet Hand in Hand mit der erworbenen (adaptiven) Immunantwort und gemeinsam bilden sie einen effektiven Abwehrmechanismus gegen Pathogene. Dabei ist die angeborene Immunität die Basis für die erworbene Immunität. Die erworbene Immunität ermöglicht eine große Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen oder veränderten Erregern. Sie reagiert spezifisch auf Krankheitserreger und zeichnet sich durch ein immunologisches Gedächtnis aus. Dadurch werden Infektionen bei einem erneuten Auftreten schneller bekämpft. Zusammen mit den Antikörpern bilden die Lymphozyten (B- und T-Lymphozyten) die wesentlichen Bestandteile des adaptiven Immunsystems.

Allgemeine naturheilkundliche Behandlungsprinzipien
Die Naturheilkunde bietet zur Verbesserung der körpereigenen Abwehrmechanismen eine Vielzahl von Reiztherapien sowie direkt immunstimulierende Mittel.

Hier sei genannt:

Aufbau der Darmflora – Mikrobiologische Therapie
Der Darm ist immunologischer Dreh- und Angelpunkt und ideales Zielorgan für immunmodulatorische Maßnahmen. Als Hauptstationsort der Immunzellen – im Darm als größter Grenzfläche des Körpers sind mehr als 70% der Immunzellen lokalisiert – spielt der Darm eine zentrale Rolle in der Körperabwehr.Hier lassen sich zahlreiche immunologische Vorgänge anstoßen. Der Zustand der Darmflora lässt sich erfassen und individuell aufbauen und verbessern. Unterschiedliche Applikationsarten -  Einnahme, Injektion – können nach Bedarf erfolgen.

Orthomolekulare Medizin
Für eine intakte Immunabwehr ist die ausreichende Versorgung mit Vitamin und Mineralstoffen Voraussetzung.

Phytotherapie
Pflanzliche Immunmodulatoren aktivieren die Komponenten des angeborenen unspezifischen Immunsystems und verhindern eine antibiotikabedingte Schwächung körpereigner Abwehrmechanismen. Sie werden prophylaktisch und therapeutisch bei akuten und/oder chronisch rezidivierenden Infekten der Atemwegen und ableitenden Harnwege eingesetzt.

Weitere Methoden der Immunmodulation:

-       Schüssler-Salze
-       Homöopathie
-       Eigenbluttherapie – mit und ohne homöopathischen Zusatz
-       Komplexmittelhomöopathie
-       physikalische Therapien

Tipp
für eine Immunmodulation gelten folgende Einnahmeempfehlungen der Kommission E:
Eine Prophylaxe sollte immer als Intervalltherapie durchgeführt werden, d.h. 5-6 Tage Einnahme in angegebener Dosierung, anschließend ca. 1-2 Wochen Pause, Wiederholung 2-3x, insgesamt nicht länger als 6 Wochen.